Erhöhtes Risiko für ZNS-Depression, Entzugssymtomatik

Number: 14933 Level: 11

Gemäss Schweizer Fachinformation ist die gleichzeitige Anwendung von reinen µ-Rezeptor-Agonisten wie Methadon und Buprenorphin kontraindiziert. Buprenorphin kann wegen seiner partiell agonistischen Wirkung an µ-Rezeptoren den Opioideffekt reiner Agonisten hemmen und Entzugssymptome auslösen. Daneben sind in der Kombination additive ZNS-depressive Wirkungen möglich und auch das Risiko für atemdepressive Effekte kann ansteigen.

Interaction Level 11
11
Level

Interaction Details

Group 1
N07BC01
Group 2
N07BC05
Level Description
Kontraindiziert
Mechanism
Buprenorphin hat eine langanhaltende, partiell agonistische Wirkung auf µ-Rezeptoren und ist ein κ-Rezeptor-Antagonist. Methadon hingegen ist ein reiner µ-Opioid-Agonist. Aufgrund dieser unterschiedlichen Wirkung an den Opioidrezeptoren sind bei der Kombination sowohl additive Effekte (ZNS-Depression) als auch sich gegenseitig antagonisierende Effekte (Entzugssymptome) möglich.
Recommended Measures
Die Kombination ist kontraindiziert. Bei der Umstellung von Methadon auf Buprenorphin sollte die Methadondosis möglichst vorher auf 30 mg/Tag reduziert werden und nach der letzten Dosis mindestens 24 Stunden bis zum Einsatz von Buprenorphin zugewartet werden. Hingegen werden bei der Umstellung von Buprenorphin auf Methadon keine speziellen Wartefristen empfohlen, die Umstellung gestaltet sich üblicherweise problemlos.
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