Durch die verminderte Inhibition der Plättchenaggregation von Clopidogrel kann sich das Risiko für das Auftreten von sekundären kardiovaskulären Ereignissen nach Herzkathethereingriffen oder von akuten kardiovaskulären Ereignissen erhöhen. Sowohl die Europäische (EMA) als auch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) warnen vor der kombinierten Gabe von Omeprazol und Clopidogrel. Zwar wurde die Gefahr der Kombinationstherapie kürzlich durch die Ergebnisse der COGENT-Studie relativiert, in der die Rate kardiovaskulärer Ereignisse unter der Kombination aus Clopidogrel und Omeprazol zwar leicht (5.7% vs. 4.9%), jedoch nicht signifikant erhöht war. Die Rate gastrointestinaler Ereignisse sank unter der Einnahme des PPI Omeprazol von 2,9 auf 1,1%. Nach Einschätzung der FDA ist aus den Ergebnissen allerdings keine Unbedenklichkeit abzuleiten. Als Alternative zu Omeprazol sind Protonenpumpeninhibitoren mit geringerem CYP2C19-inhibitorischen Potenzial zu bevorzugen wie Pantoprazol.