Erhöhte Lithiumkonzentrationen

Number: 7348 Level: 14

Die therapeutische Breite von Lithium ist eng, weshalb ein Anstieg der Serumkonzentrationen von Lithium schnell klinisch relevant sein kann. Bei der Kombination mit ACE Hemmern können die Lithiumkonzentrationen zum Teil beträchtlich ansteigen. Thiaziddiuretika können die Lithium-Ausscheidung um 25-40% verringern. Durch die erhöhten Lithiumkonzentrationen besteht ein höheres Risiko für eine Lithiumtoxizität mit den u.a. möglichen Symptomen: übermässiges Durstgefühl, Polyurie, Erbrechen und Durchfall, Tremor und Verwirrtheit.

Interaction Level 14
14
Level

Interaction Details

Group 1
C09AA01
Group 2
N05AN01
Level Description
Monitorisieren
Mechanism
Lithium wird zu 95% renal ausgeschieden (glomeruläre Filtration) und im proximalen Tubulus reabsorbiert (ca. 80%). ACE Hemmer reduzieren die Aldosteronproduktion und führen zu einer vermehrten Natrium- und Wasserausscheidung. Das reduzierte tubuläre Natriumangebot erhöht vermutlich die Rückresorption von Lithium und führt darüber zu erhöhten Lithiumkonzentrationen. Thiazide bewirken eine Natriurese, welche ebenfalls die Lithium-Reabsorption fördert und erhöhte Lithiumkonzentrationen nach sich zieht.
Recommended Measures
Kombination nur mit Vorsicht einsetzen und insbesondere in der ersten Wochen (ca. 4-6) nach Beginn oder Beendigung der Kombination mit einem ACE Hemmer bzw. Thiaziddiuretikum die Lithiumserumkonzentrationen monitorisieren und die Dosis von Lithium ggf. anpassen. Thiaziddiuretika können schon nach wenigen Tagen zu einem Anstieg der Lithiumkonzentrationen führen. Das Risiko für erhöhte Lithiumkonzentrationen und eine -toxizität ist erhöht bei Nieren- oder Herzinsuffizienz, Volumenmangel und älteren Patienten.