Erniedrigte Valproinsäurekonzentrationen

Number: 7965 Level: 13

Die Kombination von Carbapenemen mit Valproinsäure führt zu klinisch relevanter Erniedrigung der Valproinsäure-Plasmakonzentration um im Mittel 60%, welche mit einem mit erhöhtem Krampfanfallrisiko einhergeht. Die Interaktion ist zwar noch nicht für Valproinsäure und Doripenem beschrieben worden, aber dennoch zu erwarten. In mehreren Fallberichten traten wenige Tage nach Kombination von Valproinsäure mit Meropenem, Ertapenem und Imipenem Krampfanfälle auf. Die Valproinsäure-Plasmakonzentrationen fallen bereits innerhalb von 24h nach Hinzufügen des Carbapenems ab.

Interaction Level 13
13
Level

Interaction Details

Group 1
N03AG01
Group 2
J01DH04
Level Description
Kombination meiden
Mechanism
Der Mechanismus der Interaktion ist nicht vollständig geklärt. Postuliert werden verschiedene Faktoren: Hemmung intestinaler Transportmechanismen durch Carbapeneme, die zu einer verringerten Resorption von Valproinsäure führen; Inhibition der Hydrolyse von Valproinsäure-Glucuroniden/Induktion der Valproinsäure-Glukuronidierung durch Carbapenem und eine Veränderung der Valproinsäure-Verteilung.
Recommended Measures
Die Kombination von Doripenem und Valproinsäure vermeiden, denn trotz Dosissteigerung der Valproinsäure können meist nur subtherapeutische Plasmakonzentrationen erreicht werden. Es sollte ein alternatives Antibiotikum eingesetzt werden. Falls die Kombination unumgänglich ist, sollten die Valproinsäure-Plasmakonzentrationen engmaschig kontrolliert werden und es sollte erwogen worden, den Patientin zusätzlich zu Valproinsäure antiepileptisch abzuschirmen.
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