Risiko für Serotonintoxizität

Nummer: 12889 Stufe: 13

Der additive, serotonerge Effekt von Escitalopram und Tramadol auf das ZNS wurde in Studien nicht untersucht. Dennoch besteht bei der Anwendung von Escitalopram und Tramadol ein erhöhtes Risiko für eine verstärkte zentralnervöse Wirksamkeit (Müdigkeit, Atemdepression, erhöhtes Risiko für Krampfanfälle bei Patienten mit Prädisposition, Serotoninsyndrom). In einem Fallbericht führte die Kombination von Citalopram und Tramadol zu einem Serotoninsyndrom. Die analgetische Wirksamkeit von Tramadol wurde durch Escitalopram in einer Studie nicht abgeschwächt (Tramadol wird über CYP2D6 zum aktiven Metaboliten M1 metabolisiert, Escitalopram hemmt CYP2D6 aber nur sehr schwach).

Interaktion Stufe 13
13
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
N06AB10
Gruppe 2
N02AX02
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Beide Substanzen wirken auf das Serotoninsystem. Bei hoher Dosierung dieser Substanzen besteht eine verstärkte zentralnervöse Wirksamkeit (Müdigkeit, Atemdepression, erhöhtes Risiko für Krampfanfälle bei Patienten mit Prädisposition, Serotonin Syndrom).
Empfohlene Massnahmen
Kombination meiden. Falls diese zwingend erforderlich ist, Patienten sorgfältig auf Serotonintoxizität überwachen (u.a. Hyperreflexie, ZNS-Symptome, Myoklonus, vermehrtes Schwitzen).
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