Additive serotonerge Effekte

Nummer: 12966 Stufe: 14

Eine Studie an 12 gesunden Probanden suggeriert eine gute Verträglichkeit von Escitalopram und Rasagilin bei gleichzeitiger Verabreichung. Es traten keine Hinweise auf eine Hyperexcitation des ZNS oder Veränderungen der Vitalzeichen der Probanden auf. Bei der gleichzeitigen Anwendung kann es aber prinzipiell zu einem erhöhten Risiko für serotonerge Nebenwirkungen bis hin zum Serotoninsyndrom kommen. Symptome umfassen eine Trias aus mentalen, autonomen und neuromuskulären Störungen (z.B. Hypertension, Tachykardie, Hyperthermie, Myoclonus, Veränderungen im Mentalstatus).

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
N04BD02
Gruppe 2
N06AB10
Beschreibung der Stufe
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Mechanismus
Escitalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Rasagilin ist ein selektiver MAO-B-Hemmer, in hohen Dosierungen kann jedoch die MAO-Selektivität verloren gehen. Prinzipiell sind deshalb additive serotonerge Effekte möglich. Ausserdem kam es unter gleichzeitiger Escitalopram-Gabe zu einer Erhöhung der AUC von Rasagilin um etwa 42%.
Empfohlene Massnahmen
Auf Anzeichen einer verstärkten serotonergen Toxizität muss sorgfältig geachtet werden. Möglichst niedrige Dosierungen beider Substanzen anwenden.
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