Erhöhte Rifabutin- und verminderte Saquinavirkonzentrationen

Nummer: 13105 Stufe: 13

Die Kombination von Saquinavir (1200 mg 3x/d) und Rifabutin (300 mg/d) wurde in einer Studie mit vierzehn HIV-infizierten Patienten untersucht. Die Kombination führte zu einer Reduktion der AUC von Saquinavir um 47%, während es zu einem Anstieg der Rifabutin-AUC um 44% kam.

Interaktion Stufe 13
13
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J05AE01
Gruppe 2
J04AB04
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Saquinavir dient sowohl als Substrat von CYP3A4, wie auch als Inhibitor. Rifabutin ist ein Induktor von CYP3A4. In der Kombination kommt es zu erhöhten Serumkonzentrationen von Rifabutin und seines aktiven Metaboliten 25-O-Deacetyl-Rifabutin, während die Konzentrationen von Saquinavir sinken.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination von Saquinavir geboostet mit Ritonavir und Rifabutin ist laut Fachinformation kontraindiziert. Falls die Kombination nicht vermieden werden kann, wird eine engmaschige Überwachung der Serumkonzentrationen des Proteaseinhibitors und von Rifabutin und eine allfällige Dosisanpassung empfohlen. Monitoring hinsichtlich Rifabutin-Toxizität (Leukopenie, Uveitis, Arthralgien) notwendig. Das US-amerikanische Centers for Disease Control and Prevention empfiehlt bei einer Kombination aus Saquinavir geboostet mit Ritonavir und Rifabutin eine Dosisanpassung von Rifabutin auf 150 mg jeden 2. Tag oder 3x pro Woche, allerdings keine primäre Dosisanpassung von Saquinavir geboostet mit Ritonavir.
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