Erhöhte Gefahr für Bradykardien und QT-Zeit-Verlängerungen

Nummer: 2446 Stufe: 14

Unter erhöhten Ivabradin-Konzentrationen kann es zu schweren Bradykardien kommen. Fluconazol hat ein bekanntes Potential bzgl. einer QT-Verlängerung. Unter Senkung der Herzfrequenz durch Ivabradin kann eine QT-Verlängerung verstärkt werden. Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Gabe von CYP3A4-Substraten, welche das QT-Intervall verlängern können und Fluconazol kontraindiziert.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J02AC01
Gruppe 2
C01EB17
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Die Metabolisierung von Ivabradin erfolgt ausschliesslich über das CYP3A4-Isoenzym. In Kombination mit CYP3A4-Inhibitoren wie Fluconazol kann der Abbau von Ivabradin vermindert werden und erhöhte Plasmakonzentrationen des Arzneistoffes treten auf.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination von Ivabradin mit Fluconazol kann bei einer Ruheherzfrequenz von über 70 Schlägen pro Minute und unter sorgfältiger Überwachung der Herzfrequenz eingesetzt werden. Die Anfangsdosierung von Ivabradin sollte 2,5 mg zweimal täglich nicht überschreiten. EKG-Kontrollen der QTc-Zeit sollten engmaschig durchgeführt werden.
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