Erhöhtes Risiko für ZNS-Depression

Nummer: 6962 Stufe: 13

Bei Patienten, die unter Codein eine gewisse Opiat-Toleranz bzw. -Abhängigkeit entwickelt haben, können in der Kombination mit Buprenorphin Entzugssymptome auftreten. Daneben sind in der Kombination additive ZNS-depressive Wirkungen möglich und auch das Risiko für atemdepressive Effekte kann ansteigen.

Interaktion Stufe 13
13
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
N02AE01
Gruppe 2
R05DA04
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Buprenorphin hat eine langanhaltende, partiell agonistische Wirkung auf µ-Rezeptoren und ist ein κ-Rezeptor-Antagonist. Codein hingegen ist ein reiner µ-Opioid-Agonist. Aufgrund dieser unterschiedlichen Wirkung an den Opioidrezeptoren sind bei der Kombination sowohl additive Effekte (ZNS-Depression) als auch sich gegenseitig antagonisierende Effekte (Entzugssymptome) möglich.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination sollte vermieden werden. Zu Behandlung von Husten unter Substitutionstherapie mit Buprenorphin sollte auf Opioide verzichtet werden (als Alternative könnten je nach klinischer Situation pflanzliche Präparate z.B. auf Basis von Thymianextrakten erwogen werden).
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