Erhöhte Amitriptylinkonzentrationen - serotonerge Effekte und QT-Zeit-Verlängerung

Nummer: 7275 Stufe: 13

Durch die Hemmung des Amitriptylinabbaus können vermehrte unerwünschte Wirkungen der Amitriptylintherapie auftreten, wie z.B. anticholinerge Symptome. Zudem kann es unter der Kombination zu einer gewissen serotonergen Potenzierung kommen. Beide Substanzen können die QT-Zeit verlängern.

Interaktion Stufe 13
13
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
N06AA09
Gruppe 2
N06AB05
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Paroxetin ist ein starker Hemmer von CYP2D6 und kann dadurch den Abbau von Amitriptylin hemmen mit der Folge erhöhter Amitriptylinkonzentrationen. Zudem wirken beiden Substanzen auf das Serotoninsystem.
Empfohlene Massnahmen
Falls die Kombination erforderlich ist: Bei Neubeginn von Amitriptylin unter Paroxetintherapie niedrige Startdosis, vorsichtiges Aufdosieren von Amitriptylin und Plasmakonzentrationskontrolle von Amitriptylin. Bei Neugebinn von Paroxetin unter Amitriptylin Dosisreduktion von Amitriptylin erwägen. Achten auf serotonerge (z.B. Schwitzen, Erregung, Verwirrtheit) und anticholinerge (z.B: Obstipation, Tachykardie, Harnverhalt, Mundtrockenheit) unerwünschte Wirkungen. EKG-Kontrolle zum Monitorisieren der QT-Zeit.
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