Erhöhte Lithiumkonzentrationen

Nummer: 7354 Stufe: 14

Die therapeutische Breite von Lithium ist eng, weshalb ein Anstieg der Serumkonzentrationen von Lithium schnell klinisch relevant sein kann. Bei der Kombination mit AT II-Antagonisten können die Lithiumkonzentrationen zum Teil beträchtlich ansteigen. Durch die erhöhten Lithiumkonzentrationen besteht ein höheres Risiko für eine Lithiumtoxizität mit den u.a. möglichen Symptomen: übermässiges Durstgefühl, Polyurie, Erbrechen und Durchfall, Tremor und Verwirrtheit.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
C09CA02
Gruppe 2
N05AN01
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Lithium wird zu 95% renal ausgeschieden (glomeruläre Filtration) und im proximalen Tubulus reabsorbiert (ca. 80%). Angiotensin II-Antagonisten reduzieren die Aldosteronproduktion und führen zu einer vermehrten Natrium- und Wasserausscheidung. Das reduzierte tubuläre Natriumangebot erhöht vermutlich die Rückresorption von Lithium und führt darüber zu erhöhten Lithiumkonzentrationen.
Empfohlene Massnahmen
Kombination nur mit Vorsicht einsetzen und insbesondere in der ersten Wochen (ca. 4-6) nach Beginn oder Beendigung der Kombination mit einem AT II-Antagonisten die Lithiumserumkonzentrationen monitorisieren und die Dosis von Lithium ggf. anpassen. Das Risiko für erhöhte Lithiumkonzentrationen und eine -toxizität ist erhöht bei Nieren- oder Herzinsuffizienz, Volumenmangel und älteren Patienten.
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