Erhöhte Tolterodinkonzentrationen und möglicherweise QT-Verlängerung

Nummer: 7650 Stufe: 14

Bei erhöhten Tolterodinkonzentrationen können verstärkt unerwünschte Effekte (dazu gehören anticholinerge UAW wie Akkodomationsstörungen) bis hin zu Toxizitätssymptomen auftreten. In einer Studie wurde bei Patienten, welche für CYP2D6 `poor Metabolizer` waren, unter Ketoconazol - ebenfalls ein Azol-Antimykotikum - ein Anstieg der AUC von Tolterodin um das 2.1fache beobachtet.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J02AC02
Gruppe 2
G04BD07
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Tolterodin wird bei der kaukasisch stämmigen Bevölkerung hauptsächlich über das CYP2D6-Isoenzym metabolisiert. Bei sog. `poor Metabolizern` für CYP2D6 kommt es vermehrt zu einem metabolischen Abbau über CYP3A4. Itraconazol ist ein potenter Hemmer von CYP3A4, sodass es insbesondere bei diesen Patienten zu erhöhten Konzentrationen von Tolterodin kommen kann. Beide Arzneistoffe könnten potentiell zu einer Verlängerung des QT-Intervalls im EKG beitragen.
Empfohlene Massnahmen
Eine Tageshöchstdosis von 2 mg Tolterodin sollte bei gleichzeitiger Therapie mit einem starken CYP-3A4-Inhibitor nicht überschritten werden. Eine sorgfältige Monitorisierung bezüglich QT-Zeit im EKG sowie der Nierenfunktion und Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) ist empfehlenswert.
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