Risiko für Serotonintoxizität – erhöhte Venlafaxinkonzentrationen

Numéro: 12897 Niveau: 13

Durch die additive Wirkung auf das serotonerge System im ZNS erhöht sich die Gefahr einer ZNS-Toxizität und das Risiko eines Serotonin-Syndroms nimmt zu. Das Risiko steigt mit der Dosis. Mögliche Symptome: Verwirrtheit, Erregung, Angst, Schwitzen, Hyperthermie, Diarrhoe, Übelkeit, Blutdruckschwankungen, Hyperreflexie, Tremor, Ataxie, Myoklonien, Nystagmus. Falls das Syndrom nicht erkannt wird, kann dies zum Tode führen. Der durch Paroxetin gehemmte Venlafaxinabbau kann mit erhöhten Venlafaxin-Plasmakonzentrationen und damit erhöhtem Toxizitätsrisiko einhergehen. Zudem können beide Substanzen die QT-Zeit verlängern.

Interaction Niveau 13
13
Niveau

Détails de l'interaction

Groupe 1
N06AB05
Groupe 2
N06AX16
Description du niveau
Kombination meiden
Mécanisme
Sowohl Venlafaxin als auch Paroxetin wirken auf das Serotoninsystem und können die QT-Zeit verlängern. Zudem kann Paroxetin den Abbau von Venlafaxin über CYP2D6 hemmen.
Mesures recommandées
Ist die Kombination unumgänglich, regelmässiges Monitoring auf Serotonin-Syndrom. Dies insbesondere bei Therapiebeginn und Dosissteigerung. Zudem Monitorisieren der Venlafaxinkonzentrationen und ggf. Dosisanpassung von Venlafaxin empfohlen. Auch eine QT-Zeit-Kontrolle sollte erfolgen.
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