Erhöhte Amitriptylinkonzentrationen - serotonerge Effekte und QT-Zeit-Verlängerung

Numéro: 7277 Niveau: 13

Durch die Hemmung des Amitriptylinabbaus können vermehrte unerwünschte Wirkungen der Amitriptylintherapie auftreten, wie z.B. anticholinerge Symptome. Zudem kann es unter der Kombination zu einer gewissen serotonergen Potenzierung kommen. Beide Substanzen können die QT-Zeit verlängern.

Interaction Niveau 13
13
Niveau

Détails de l'interaction

Groupe 1
N06AA09
Groupe 2
N06AB03
Description du niveau
Kombination meiden
Mécanisme
Fluoxetin ist ein starker Hemmer von CYP2D6 und kann dadurch den Abbau von Amitriptylin hemmen mit der Folge erhöhter Amitriptylinkonzentrationen. Zudem wirken beiden Substanzen auf das Serotoninsystem.
Mesures recommandées
Falls die Kombination erforderlich ist: Bei Neubeginn von Amitriptylin unter Fluoxetintherapie niedrige Startdosis, vorsichtiges Aufdosieren von Amitriptylin und Plasmakonzentrationskontrolle von Amitriptylin. Bei Neugebinn von Fluoxetin unter Amitriptylin Dosisreduktion von Amitriptylin erwägen. Achten auf serotonerge (z.B. Schwitzen, Erregung, Verwirrtheit) und anticholinerge (z.B: Obstipation, Tachykardie, Harnverhalt, Mundtrockenheit) unerwünschte Wirkungen. EKG-Kontrolle zum Monitorisieren der QT-Zeit.
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