Erniedrigte Voriconazol- und erhöhte Phenytoinkonzentrationen

Nummer: 13134 Stufe: 13

Es ist zu erwarten, dass die Voriconazolkonzentrationen deutlich reduziert sind, es kann sogar ein Therapieversagen auftreten. In der Kombination können die Phenytoinkonzentrationen zudem erhöht sein mit erhöhtem Risiko für toxische Symptome wie Diplopie, Nystagmus, Nausea, Erbrechen, Tremor und Schwindel.  Phenytoin (300 mg einmal täglich) verringerte in Studien des Herstellers die Cmax und AUC von Voriconazol um 49% bzw. 69%. Voriconazol erhöhte die Cmax und AUC von Phenytoin um 67% bzw. 81%.

Interaktion Stufe 13
13
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
N03AB02
Gruppe 2
J02AB02
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Voriconazol ist Substrat von u.a. CYP2C19 und CYP3A4 und Inhibitor von CYP3A4, Phenytoin ist u.a. Induktor von CYP2C19 und CYP3A4. Darüber kann es zu gegenseitiger pharmakokinetischer Beeinflussung kommen.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination sollte möglichst vermieden werden. Falls die Kombination allerdings erforderlich ist, sollte  gemäss Herstellerangaben (Vfend) die intravenöse Erhaltungsdosis von Voriconazol bei Kombination mit Phenytoin auf 5 mg/kg KG zweimal täglich, die orale Erhaltungsdosis auf 400 mg zweimal täglich (bzw. 200 mg zweimal täglich bei Patienten mit einem Körpergewicht <40 kg) erhöht werden. Die Phenytoinspiegel sollten engmaschig überwacht werden.
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