Database of medication interactions
| Number | Title | Level | Groups |
|---|---|---|---|
| 7379 |
Erhöhte Agomelatinkonzentrationen
Gemäss Fachinformation wurde in Zulassungsstudien eine mehr…
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Level 14 |
Grp1: G03FB05
Grp2: N06AX22
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Erhöhte Agomelatinkonzentrationen
Interaction No:
7379
Relevance:
Level 14
Group 1:
G03FB05
Group 2:
N06AX22
Effect:
Gemäss Fachinformation wurde in Zulassungsstudien eine mehrfach erhöhte Agomelatin-Exposition bei der Kombination mit Östrogenen gefunden. Obwohl es bei den 800 Patienten, die gleichzeitig Östrogene erhielten, keine Toxizitätszeichen gab, sollte die gleichzeitige Anwendung unter Vorsicht erfolgen.
Mechanism:
Östrogene hemmen den Metabolismus von Agomelatin am ehesten durch Inhibition von CYP1A2.
Measures:
Falls Agomelatin und Östrogene kombiniert werden, sollte der Patient hinsichtlich vermehrter unerwünschter Wirkungen von Agomelatin (Schläfrigkeit, Benommenheit, Oberbauchschmerzen) monitorisiert werden. Dosis von Agomelatin ggf. anpassen. |
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| 7381 |
Erhöhte Duloxetinkonzentrationen
Die Serumkonzentrationen von Duloxetin können in der Kombin…
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Level 14 |
Grp1: D01BA02
Grp2: N06AX21
|
Erhöhte Duloxetinkonzentrationen
Interaction No:
7381
Relevance:
Level 14
Group 1:
D01BA02
Group 2:
N06AX21
Effect:
Die Serumkonzentrationen von Duloxetin können in der Kombination ansteigen mit entsprechend erhöhtem Risiko für unerwünschte Wirkungen (u.a. Serotonintoxizität). UAW, die unter beiden Substanzen vorkommen, können sich unter Umständen verstärken (z.B. Appetitverlust, Muskelschmerzen, Schwindel, Kopf…
Mechanism:
Terbinafin ist ein moderater Inhibitor des CYP 2D6-Isoenzyms, welches an der Metabolisierung von Duloxetin beteiligt ist. Dadurch kann es zu einer höheren Konzentration von Duloxetin kommen
Measures:
Bei bestehender Terbinafintherapie niedrige Duloxetin-Startdosis (30 mg/d) wählen. Bei Hinzufügen von Terbinafin zu Duloxetin auf oben genannte unerwünschte Wirkungen verstärkt achten, eine Überprüfung der Serumkonzentration von Duloxetin (und ggf. Dosisreduktion je nach Ergebnis) kann sinnvoll sein |
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| 7382 |
Erhöhte Paroxetinkonzentrationen
Die Serumkonzentrationen von Paroxetin können in der Kombin…
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Level 14 |
Grp1: D01BA02
Grp2: N06AB05
|
Erhöhte Paroxetinkonzentrationen
Interaction No:
7382
Relevance:
Level 14
Group 1:
D01BA02
Group 2:
N06AB05
Effect:
Die Serumkonzentrationen von Paroxetin können in der Kombination ansteigen mit entsprechend erhöhtem Risiko für unerwünschte Wirkungen (u.a. Serotonintoxizität). UAW, die unter beiden Substanzen vorkommen, können sich unter Umständen verstärken (z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Nausea, Photosensibili…
Mechanism:
Terbinafin ist ein moderater Inhibitor des CYP 2D6-Isoenzyms, welches an der Metabolisierung von Paroxetin beteiligt ist. Dadurch kann es zu einer höheren Paroxetinkonzentration (Plasma-AUC nach 20mg Paroxetin Einmalgabe 2,5-fach und Cmax 1.9-fach erhöht) kommen.
Measures:
Bei bestehender Terbinafintherapie niedrige Paroxetin-Startdosis (10 mg/d) wählen und Dosis langsam titrieren. Bei Hinzufügen von Terbinafin zu Paroxetin auf oben genannte unerwünschte Wirkungen verstärkt achten, eine Überprüfung der Serumkonzentration von Paroxetin (und ggf. Dosisreduktion je nach… |
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| 7383 |
Erhöhte Duloxetinkonzentrationen möglich
Verminderter Metabolismus von Duloxetin über CYP1A2 und 2D6…
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Level 14 |
Grp1: C01BD01
Grp2: N06AX21
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Erhöhte Duloxetinkonzentrationen möglich
Interaction No:
7383
Relevance:
Level 14
Group 1:
C01BD01
Group 2:
N06AX21
Effect:
Verminderter Metabolismus von Duloxetin über CYP1A2 und 2D6 durch teilweise Hemmung dieser Abbauwege möglich. Daraus resultierend sind erhöhte Duloxetin-Spiegel möglich. Symptome bei erhöhten Konzentrationen können u.a. Schläfrigkeit, Serotonin-Syndrom, Tachykardie und Erbrechen sein.
Mechanism:
Amiodaron wird hauptsächlich über das Cytochrom CYP3A4-Isoenzym metabolisiert. Gleichzeitig hemmt es die Isoenzyme CYP2C9, CYP2D6, CYP3A4 und CYP1A2. Duloxetin ist Substrat von CYP1A2 und 2D6 und hemmt seinerseits CYP2D6.
Measures:
Hinsichtlich des Auftretens von Duloxetin-assoziierten UAWs klinisch monitorisieren. |
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| 7384 |
Erhöhte Konzentrationen des aktiven Metaboliten von Bupropion
Metamizol kann zu einer Erhöhung der Konzentration des akti…
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Level 14 |
Grp1: N02BB02
Grp2: N06AX12
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Erhöhte Konzentrationen des aktiven Metaboliten von Bupropion
Interaction No:
7384
Relevance:
Level 14
Group 1:
N02BB02
Group 2:
N06AX12
Effect:
Metamizol kann zu einer Erhöhung der Konzentration des aktiven Hydroxybupropion-Metaboliten im Blut führen.
Mechanism:
Bupropion wird im Wesentlichen über das CYP2B6-Isoenzym zu seinem aktiven Metaboliten Hydroxybupropion abgebaut. Die gleichzeitige Gabe von Metamizol kann zu einer Induktion von CYP2B6 und CYP3A4 führen, wodurch die Verstoffwechselung zum aktiven Metaboliten begünstigt wird.
Measures:
Bei Kombination mit Metamizol vorsichtige Dosierung von Bupropion und verstärktes Monitorisieren hinsichtlich UAW von Bupropion (u.a. ZNS-Symptome wie Agitiertheit, Arrhythmien, EKG-Veränderungen). |
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| 7400 |
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Das Hinzufügen von Bupropion zu Metoprolol führte bei einem…
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Level 14 |
Grp1: N06AX12
Grp2: C07AB02
|
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Interaction No:
7400
Relevance:
Level 14
Group 1:
N06AX12
Group 2:
C07AB02
Effect:
Das Hinzufügen von Bupropion zu Metoprolol führte bei einem Patienten zu Bradykardie von 40/Min, Dyspnoe und starker Müdigkeit. Bupropion ist ein starker Hemmer von CYP2D6. In Kombination mit Paroxetin, einem anderen starken Hemmer von CYP2D6, erhöhte sich die AUC von Metoprolol um das Achtfache. D…
Mechanism:
Bupropion hemmt CYP2D6 stark, darüber wird auch der Metabolismus von Metoprolol gehemmt.
Measures:
Herzfrequenz und Blutdruck monitorisieren. Wird Metoprolol zu einer vorbestehenden Therapie mit Bupropion hinzugefügt, sollte eine niedrige Startdosis von Metoprolol gewählt werden. Bei Neubeginn von Bupropion Dosisreduktion von Metoprolol erwägen. |
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| 7385 |
Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
In mehreren Fallberichten ist ein Anstieg der Carbamazepin-…
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Level 14 |
Grp1: C08DB01
Grp2: N03AF01
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Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Interaction No:
7385
Relevance:
Level 14
Group 1:
C08DB01
Group 2:
N03AF01
Effect:
In mehreren Fallberichten ist ein Anstieg der Carbamazepin-Konzentrationen durch Diltiazem dokumentiert. In einem Fall erhöhten sich die Carbamazepin-Konzentrationen 3 Tage nach Hinzufügen von Diltiazem 3x60 mg täglich. Gemäss einer retrospektiven Studie trat bei 10/15 Patienten eine Carbamazepin-T…
Mechanism:
Carbamazepin wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert, welches durch Diltiazem gehemmt wird. Dadurch steigen die Carbamazepin-Plasmakonzentrationen an. Auch ein Abfall der Diltiazem-Plasmakonzentrationen ist möglich, da im Gegenzug Carbamazepin CYP3A4 induziert, über welches Diltiazem metabolis…
Measures:
Sorgfältige Carbamazepin-Toxizitätskontrolle (u.a. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen) und Monitorisieren der Carbamazepin-Plasmakonzentrationen nach Hinzufügen von Diltiazem zu Carbamazepin (in ersten 2-3 Wochen, das erste Mal nach 2 Tagen messen), bei Dosisänderung sowie nach Therapiestopp. Do… |
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| 7386 |
Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
In mehreren Fallberichten ist ein Anstieg der Carbamazepin-…
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Level 14 |
Grp1: N03AF01
Grp2: C08DB01
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Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Interaction No:
7386
Relevance:
Level 14
Group 1:
N03AF01
Group 2:
C08DB01
Effect:
In mehreren Fallberichten ist ein Anstieg der Carbamazepin-Konzentrationen durch Diltiazem dokumentiert. In einem Fall erhöhten sich die Carbamazepin-Konzentrationen 3 Tage nach Hinzufügen von Diltiazem 3x60 mg täglich. Gemäss einer retrospektiven Studie trat bei 10/15 Patienten eine Carbamazepin-T…
Mechanism:
Carbamazepin wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert, welches durch Diltiazem gehemmt wird. Dadurch steigen die Carbamazepin-Plasmakonzentrationen an. Auch ein Abfall der Diltiazem-Plasmakonzentrationen ist möglich, da im Gegenzug Carbamazepin CYP3A4 induziert, über welches Diltiazem metabolis…
Measures:
Sorgfältige Carbamazepin-Toxizitätskontrolle (u.a. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen) und Monitorisieren der Carbamazepin-Plasmakonzentrationen nach Hinzufügen von Diltiazem zu Carbamazepin (in ersten 2-3 Wochen, das erste Mal nach 2 Tagen messen), bei Dosisänderung sowie nach Therapiestopp. Do… |
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| 7387 |
Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
In 6/6 Patienten, die mit Carbamazepin behandelt waren, füh…
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Level 14 |
Grp1: C08DA01
Grp2: N03AF01
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Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Interaction No:
7387
Relevance:
Level 14
Group 1:
C08DA01
Group 2:
N03AF01
Effect:
In 6/6 Patienten, die mit Carbamazepin behandelt waren, führte das Hinzufügen von Verapamil 120 mg 3xtäglich innerhalb von 3 Tagen zu Neurotoxizität und einer im Mittel um 40% reduzierten Carbamazepin-Clearance. Gemäss einer retrospektiven Studie trat bei 10/15 Patienten eine Carbamazepin-Toxizität…
Mechanism:
Carbamazepin wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert, welches durch Verapamil gehemmt wird. Dadurch steigen die Carbamazepin-Plasmakonzentrationen an. Auch ein Abfall der Verapamil-Plasmakonzentrationen ist möglich, da im Gegenzug Carbamazepin CYP3A4 induziert, über welches Verapamil metabolis…
Measures:
Sorgfältige Carbamazepin-Toxizitätskontrolle (u.a. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen) und Monitorisieren der Carbamazepin-Plasmakonzentrationen nach Hinzufügen von Verapamil zu Carbamazepin (in ersten 2-3 Wochen, das erste Mal nach 2 Tagen messen), bei Dosisänderung sowie nach Therapiestopp. Do… |
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| 7388 |
Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
In 6/6 Patienten, die mit Carbamazepin behandelt waren, füh…
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Level 14 |
Grp1: N03AF01
Grp2: C08DA01
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Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Interaction No:
7388
Relevance:
Level 14
Group 1:
N03AF01
Group 2:
C08DA01
Effect:
In 6/6 Patienten, die mit Carbamazepin behandelt waren, führte das Hinzufügen von Verapamil 120 mg 3xtäglich innerhalb von 3 Tagen zu Neurotoxizität und einer im Mittel um 40% reduzierten Carbamazepin-Clearance. Gemäss einer retrospektiven Studie trat bei 10/15 Patienten eine Carbamazepin-Toxizität…
Mechanism:
Carbamazepin wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert, welches durch Verapamil gehemmt wird. Dadurch steigen die Carbamazepin-Plasmakonzentrationen an. Auch ein Abfall der Verapamil-Plasmakonzentrationen ist möglich, da im Gegenzug Carbamazepin CYP3A4 induziert, über welches Verapamil metabolis…
Measures:
Sorgfältige Carbamazepin-Toxizitätskontrolle (u.a. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen) und Monitorisieren der Carbamazepin-Plasmakonzentrationen nach Hinzufügen von Verapamil zu Carbamazepin (in ersten 2-3 Wochen, das erste Mal nach 2 Tagen messen), bei Dosisänderung sowie nach Therapiestopp. Do… |
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| 7389 |
Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Danazol bewirkt in etwa eine Verdoppelung der Carbamazepin-…
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Level 14 |
Grp1: G03XA01
Grp2: N03AF01
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Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Interaction No:
7389
Relevance:
Level 14
Group 1:
G03XA01
Group 2:
N03AF01
Effect:
Danazol bewirkt in etwa eine Verdoppelung der Carbamazepin-Plasmakonzentrationen. In einer Studie traten bei 5/6 Patienten 7-30 Tage nach Hinzufügen von Danazol 400-600 mg/d Zeichen einer Carbamazepin-Toxizität auf (Letharge, Ataxie, Schwindel, Verschwommensehen).
Mechanism:
Danazol erhöht die Carbamazepinkonzentrationen durch Inhibition des hepatischen Metabolismus (vermutlich via CYP3A4).
Measures:
Sorgfältige Carbamazepin-Toxizitätskontrolle (u.a. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen) und Monitorisieren der Carbamazepin-Plasmakonzentrationen nach Hinzufügen von Danazol zu Carbamazepin (erste 4-6 Wochen), bei Dosisänderung sowie nach Therapiestopp. |
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| 7390 |
Erhöhte Phenytoinkonzentrationen
Erhöhte Phenytoinspiegel sind möglich. Mögliche Folgen: Ata…
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Level 14 |
Grp1: N06BA04
Grp2: N03AB02
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Erhöhte Phenytoinkonzentrationen
Interaction No:
7390
Relevance:
Level 14
Group 1:
N06BA04
Group 2:
N03AB02
Effect:
Erhöhte Phenytoinspiegel sind möglich. Mögliche Folgen: Ataxie, Hyperreflexie, Nystagmus und andere Sehstörungen, Tremor, Störungen der Merkfähigkeit und der intellektuellen Leistungsfähigkeit, Nausea.
Mechanism:
Methylphenidat hemmt den Metabolimus von Phenytoin.
Measures:
Phenytoinspiegel monitorisieren, insbesondere wenn die Dosierung von Methylphenidat geändert wird, eventuell Phenytoin-Dosis reduzieren. |
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| 7401 |
Erhöhte Nebivololkonzentrationen
Die Nebivolol-Plasmakonzentrationen können bei Kombination …
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Level 14 |
Grp1: N06AX12
Grp2: C07AB12
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Erhöhte Nebivololkonzentrationen
Interaction No:
7401
Relevance:
Level 14
Group 1:
N06AX12
Group 2:
C07AB12
Effect:
Die Nebivolol-Plasmakonzentrationen können bei Kombination mit dem CYP2D6-Hemmer Bupropion erhöht sein. In der Kombination mit Fluoxetin, einem ebenfalls starken Hemmer von CYP2D6, erhöhte sich die AUC von Nebivolol um das 8-fache (US-amerikanische Fachinformation). Mögliche Folgen sind u.a.: Brady…
Mechanism:
Bupropion hemmt CYP2D6 stark, darüber wird auch der Metabolismus von Nebivolol gehemmt.
Measures:
Herzfrequenz und Blutdruck monitorisieren. Wird Nebivolol zu einer vorbestehenden Therapie mit Bupropion hinzugefügt, sollte eine niedrige Startdosis von Nebivolol gewählt werden. Bei Neubeginn von Bupropion engmaschige Kontrolle von Herzfrequenz und Blutdruck und ggf. Dosisreduktion von Nebivolol. |
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| 7391 |
Erhöhte Lamotriginkonzentrationen, veränderte Valproatkonzentrationen nicht ausgeschlossen
Die Lamotriginhalbwertszeit verlängert sich in der Kombinat…
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Level 14 |
Grp1: N03AG01
Grp2: N03AX09
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Erhöhte Lamotriginkonzentrationen, veränderte Valproatkonzentrationen nicht ausgeschlossen
Interaction No:
7391
Relevance:
Level 14
Group 1:
N03AG01
Group 2:
N03AX09
Effect:
Die Lamotriginhalbwertszeit verlängert sich in der Kombination mit Valproinsäure von ca. 24h auf ca. 40-60h. Ein relevanter Anstieg der Plasmakonzentrationen von Lamotrigin mit dem erhöhten Risiko für unerwünschte Wirkungen (u.a. schwere Hautreaktionen bis hin zur toxischen epidermalen Nekrolyse) …
Mechanism:
Valproinsäure hemmt die Glucuronidierung und darüber den Abbau von Lamotrigin.
Measures:
Wird Valproinsäure mit Lamotrigin kombiniert bzw. zu einer bestehenden Therapie mit Valproinsäure hinzugefügt, sollte Lamotrigin bei Erwachsenen wie folgt aufdosiert werden: Woche 1+2: 25 mg Lamotrigin jeden 2. Tag, Woche 3+4: 25 mg Lamotrigin 1x täglich, Woche 5: 50 mg Lamotrigin 1x täglich oder 2… |
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| 7392 |
Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Möglicherweise erhöhte Carbamazepin-Konzentrationen und ver…
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Level 14 |
Grp1: N06AB03
Grp2: N03AF01
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Erhöhte Carbamazepinkonzentrationen
Interaction No:
7392
Relevance:
Level 14
Group 1:
N06AB03
Group 2:
N03AF01
Effect:
Möglicherweise erhöhte Carbamazepin-Konzentrationen und verstärktes Risiko serotonerger Nebenwirkungen.
Mechanism:
Fluoxetin kann den Abbau von Carbamazepin via CYP3A4 hemmen
Measures:
Wenn Fluoxetin zu Carbamazepin hinzugefügt wird auf verstärkte Nebenwirkungen von Carbamazepin achten, eventuell die Carbamazepin-Plasmakonzentrationen überwachen und Dosis anpassen (ebenfalls bei Absetzen von Fluoxetin, möglicherweise werden dann höhere Carbamazepin-Dosierungen erforderlich). |
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| 7393 |
Erhöhte Phenytoinkonzentrationen
Gemäss Fachinformation kann Sultiam die Plasmakonzentration…
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Level 14 |
Grp1: N03AX03
Grp2: N03AB02
|
Erhöhte Phenytoinkonzentrationen
Interaction No:
7393
Relevance:
Level 14
Group 1:
N03AX03
Group 2:
N03AB02
Effect:
Gemäss Fachinformation kann Sultiam die Plasmakonzentration von Phenytoin beträchtlich erhöhen. Bereits in den 60er-70er Jahren wurde die Interaktion in verschiedenen Studien und Fallberichten beschrieben, z.T. kam es zu Phenytoinintoxikationen.
Mechanism:
Sultiam inhibiert CYP2C-Cytochrome und kann darüber den Abbau von Phenytoin hemmen.
Measures:
Bei Kombination von Phenytoin und Sultiam niedrigere Phenytoin-Startdosierung wählen, bei Hinzufügen von Sultiam zu einer bestehenden Phenytoin-Therapie Phenytoindosisreduktion erwägen. In jedem Fall engmaschige Spiegelkontrollen von Phenytoin durchführen, insbesondere bei Niereninsuffizienz. |
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| 7395 |
Erhöhte Valproatkonzentrationen
Gemäss Fachinformation verringert Felbamat die Clearance vo…
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Level 14 |
Grp1: N03AX10
Grp2: N03AG01
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Erhöhte Valproatkonzentrationen
Interaction No:
7395
Relevance:
Level 14
Group 1:
N03AX10
Group 2:
N03AG01
Effect:
Gemäss Fachinformation verringert Felbamat die Clearance von Valproat um 22-55%, mit einem entsprechenden Anstieg der Valproatkonzentrationen im Plasma. Die Clearance von Felbamat sinkt um ca. 16% (vermutlich klinisch nicht relevant). In einer Studie erhöhte Felbamat (1200-2400 mg/d) die steady-st…
Mechanism:
Unklar, Hemmung des oxidativen Metabolismus von Valproat
Measures:
Valproat-Plasmakonzentrationen regelmässig monitorisieren (bei Beginn der Kombination, bei Dosisänderung oder Absetzen von Felbamat) und die Dosis ggf. anpassen. Bei Hinzufügen von Felbamat zu Valproat ist zu erwarten, dass die Valproatdosis zunächst um 30-50% reduziert werden muss. |
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| 7397 |
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Die Kombination von Terbinafin und Metoprolol wurde in Stud…
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Level 14 |
Grp1: D01BA02
Grp2: C07AB02
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Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Interaction No:
7397
Relevance:
Level 14
Group 1:
D01BA02
Group 2:
C07AB02
Effect:
Die Kombination von Terbinafin und Metoprolol wurde in Studien nicht untersucht. Aufgrund des starken Hemmpotentials von Terbinafin auf CYP2D6 ist jedoch ein Anstieg der Metoprolol-Plasmakonzentrationen zu erwarten. Mögliche Folgen einer verstärkten Metoprololwirkung sind: Bradykardie und Hypotonie.
Mechanism:
Terbinafin ist ein starker Hemmer von CYP2D6 und kann darüber den Metabolismus von Metoprolol hemmen.
Measures:
Herzfrequenz und Blutdruck sicherheitshalber monitorisieren und ggf Dosis von Metoprolol anpassen. |
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| 7398 |
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Die AUC von Metoprolol ist um das Achtfache erhöht. Dies fü…
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Level 14 |
Grp1: N06AB05
Grp2: C07AB02
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Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Interaction No:
7398
Relevance:
Level 14
Group 1:
N06AB05
Group 2:
C07AB02
Effect:
Die AUC von Metoprolol ist um das Achtfache erhöht. Dies führt zu einer verstärkten Wirkung von Metoprolol. Mögliche Folgen: Bradykardie, Hypotonie und wegen der unvollständigen Kardioselektivität von Metoprolol auch eine Bronchokonstriktion.
Mechanism:
Paroxetin ist ein starker CYP2D6-Hemmer und hemmt damit den Metabolismus von Metoprolol.
Measures:
Die Kombination von Metoprolol und Paroxetin sollte vermieden werden. Besser ein anderes Antidepressivum,welches nicht CYP2D6 hemmt, oder ein anderer Betablocker wählen. Ist die Kombination unumgänglich, Metoprololdosis reduzieren und Patient klinisch monitorisieren. |
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| 7402 |
Erhöhte Aliskirenkonzentrationen
Die AUC von Aliskiren ist bei der gleichzeitigen Gabe von A…
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Level 14 |
Grp1: C10AA05
Grp2: C09XA02
|
Erhöhte Aliskirenkonzentrationen
Interaction No:
7402
Relevance:
Level 14
Group 1:
C10AA05
Group 2:
C09XA02
Effect:
Die AUC von Aliskiren ist bei der gleichzeitigen Gabe von Atorvastatin um rund 50% erhöht.
Mechanism:
Einige Statine wie zum Beispiel Simvastatin und Atorvastatin hemmen das P-Glykoprotein und damit auch den Metabolismus von Aliskiren.
Measures:
Der Patient sollte klinisch auf eine verstärkte Wirksamkeit von Aliskiren monitorisiert werden. Mögliche Symptome sind: Diarrhoe, Dyspepsie, Hypotension. Wenn nötig, Aliskirendosis anpassen. |
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| 7408 |
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
In einem Fallbericht führte 20mg Fluoxetin zwei Tage nach E…
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Level 14 |
Grp1: N06AB03
Grp2: C07AB02
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Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Interaction No:
7408
Relevance:
Level 14
Group 1:
N06AB03
Group 2:
C07AB02
Effect:
In einem Fallbericht führte 20mg Fluoxetin zwei Tage nach Einsetzen bei einem Patienten unter Metoprolol 100mg/d zu einer Bradykardie. Für Paroxetin, einen ebenfalls starken Inhibitor von CYP2D6, wurde ein Anstieg der Metoprolol-AUC um das 4-8 fache beschrieben. Mögliche Folgen der verstärkten Meto…
Mechanism:
Fluoxetin hemmt CYP2D6 stark und damit auch den Metabolismus von Metoprolol.
Measures:
Blutdruck und Herzfrequenz monitorisieren. Da Betablocker eine hohe therapeutische Breite haben, kann die Dosis erst bei Symptomen reduziert werden. |
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| 7409 |
Erhöhte Eplerenonkonzentrationen
Gemäss Herstellerangaben erhöht sich die Eplerenon-Expositi…
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Level 14 |
Grp1: C08DA01
Grp2: C03DA04
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Erhöhte Eplerenonkonzentrationen
Interaction No:
7409
Relevance:
Level 14
Group 1:
C08DA01
Group 2:
C03DA04
Effect:
Gemäss Herstellerangaben erhöht sich die Eplerenon-Exposition bei Kombination mit Verapamil (AUC-Anstieg bis 2-fach). Dies kann das Risiko für unerwünschte Wirkungen von Eplerenon erhöhen (u.a. Hyperkaliämie, Schwindel, Hypotonie).
Mechanism:
Diltiazem hemmt CYP3A4 mässig stark und darüber auch den Abbau von Eplerenon.
Measures:
Bei Kombination von Eplerenon mit Verapamil sollte die tägliche Eplerenondosierung auf maximal 25 mg begrenzt werden. |
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| 7410 |
Erhöhte Eplerenonkonzentrationen
Gemäss Herstellerangaben erhöht sich die Eplerenon-Expositi…
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Level 14 |
Grp1: C08DB01
Grp2: C03DA04
|
Erhöhte Eplerenonkonzentrationen
Interaction No:
7410
Relevance:
Level 14
Group 1:
C08DB01
Group 2:
C03DA04
Effect:
Gemäss Herstellerangaben erhöht sich die Eplerenon-Exposition bei Kombination mit Diltiazem (AUC-Anstieg bis 2-fach). Dies kann das Risiko für unerwünschte Wirkungen von Eplerenon erhöhen (u.a. Hyperkaliämie, Schwindel, Hypotonie).
Mechanism:
Verapamil hemmt CYP3A4 und darüber auch den Abbau von Eplerenon.
Measures:
Bei Kombination von Eplerenon mit Diltiazem sollte die tägliche Eplerenondosierung auf maximal 25 mg begrenzt werden. |
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| 7411 |
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Unter erhöhten Konzentrationen von Metoprolol kann es zu Ve…
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Level 14 |
Grp1: N05CM20
Grp2: C07AB02
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Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Interaction No:
7411
Relevance:
Level 14
Group 1:
N05CM20
Group 2:
C07AB02
Effect:
Unter erhöhten Konzentrationen von Metoprolol kann es zu Veränderungen der Herzfrequenz, Herzrhytmusstörungen und Blutdruckabfall kommen. Sog. `Extensive` Metabolisierer von CYP2D6 sind von der Interaktion besonders betroffen.
Mechanism:
Die Verstoffwechselung von Metoprolol erfolgt über CYP2D6. Da dieses CYP-Isoenzym von Diphenhydramin in potenter Weise gehemmt wird, kann es zu erhöhten Metoprololkonzentrationen kommen.
Measures:
Die Kombination sollte nur mit Vorsicht unter sorgfältiger Monitorisierung von Herzfrequenz und Blutdruck eingesetzt werden. Eine Reduktion der Metoprolol-Dosis kann unter Umständen patientenindividuell erwogen werden. |
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| 7412 |
Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Unter erhöhten Konzentrationen von Metoprolol kann es zu Ve…
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Level 14 |
Grp1: N05CM20
Grp2: C07CB02
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Erhöhte Metoprololkonzentrationen
Interaction No:
7412
Relevance:
Level 14
Group 1:
N05CM20
Group 2:
C07CB02
Effect:
Unter erhöhten Konzentrationen von Metoprolol kann es zu Veränderungen der Herzfrequenz, Herzrhytmusstörungen und Blutdruckabfall kommen. Sog. `Extensive` Metabolisierer von CYP2D6 sind von der Interaktion besonders betroffen.
Mechanism:
Die Verstoffwechselung von Metoprolol erfolgt über CYP2D6. Da dieses CYP-Isoenzym von Diphenhydramin in potenter Weise gehemmt wird, kann es zu erhöhten Metoprololkonzentrationen kommen.
Measures:
Die Kombination sollte nur mit Vorsicht unter sorgfältiger Monitorisierung von Herzfrequenz und Blutdruck eingesetzt werden. Eine Reduktion der Metoprolol-Dosis kann unter Umständen patientenindividuell erwogen werden. |
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